Integrierte Versorgung ist
eine gemeinsame Aufgabe
Viele Menschen mit psychischen Erkrankungen sind von herausfordernden sozialen Realitäten betroffen – prekäre Wohn- und Arbeitssituationen, familiäre Belastungen oder finanzielle Notlagen. Das zeigt, wie eng Versorgung und soziale Unterstützung miteinander verflochten sind. Wir in der PBL arbeiten an Schnittstellen zu unzähligen externen Institutionen und Fachpersonen.
Etwa unser Fachbereich Sozialarbeit, der eine enge Kooperation pflegt mit den unterschiedlichsten betreuten Wohnformen, kommunalen Sozialhilfebehörden, mit Arbeitsvermittlungszentren, Sozialversicherungen, Eingliederungsstätten, Sucht- und anderen Beratungsstellen, aber auch mit der KESB, Bundesasylzentren, IV-Stellen und vielen weiteren Organisationen.
Bei diesen Schnittstellen geht es nicht nur um Kooperation zwischen Institutionen, sondern darum, die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt zu stellen. Diese Haltung prägt das Selbstverständnis der PBL – als verlässliche Partnerin im Gesundheitswesen, die Vernetzung, Wirksamkeit und Menschlichkeit vereint.
Ebenso wichtig ist die Schnittstelle zwischen Psychiatrie und Schulen, Lehrbetrieben und Ausbildungsinstitutionen. Psychische Probleme von Kindern und Jugendlichen werden an diesen Orten oft überhaupt erst sichtbar. Diese Schwierigkeiten frühzeitig zu erkennen und angemessen zu helfen ist entscheidend, um diesen jungen Menschen Entwicklungschancen zu geben und Chronifizierungen zu vermeiden.
In der Kinder- und Jugendpsychiatrie unterstützen wir nicht nur mit Diagnostik und Therapie. Wir bieten auch Unterricht in der Klinik an und arbeiten mit externen Institutionen wie dem Schulpsychologischen Dienst Baselland zusammen. Auch hier zeigt sich: Verantwortung lässt sich nicht delegieren, sondern muss gemeinsam getragen werden.
Die wirtschaftliche Stabilität ist zentral für die Weiterentwicklung unserer Angebote. Und dazu gehört der Ausbau der integrierten Versorgung.»
Diese integrierte Versorgung innerhalb und ausserhalb der PBL, die auf gut vernetzten Partnern gründet, hat sich bewährt. Und wir wollen auf diesem Weg fortfahren. Aber das geht nur, wenn wir sie uns auch leisten können. Voraussetzung dafür ist eine finanziell nachhaltig gesunde PBL. Dazu braucht es positive Jahresergebnisse. Zu diesem Zweck haben wir 2025 ein Programm zur Ergebnisverbesserung lanciert. Wir sind damit gut unterwegs. Die Massnahmen des Programms beginnen zu greifen, ohne dass dabei die Qualität unserer Therapien, die fachliche oder die bauliche Weiterentwicklung gefährdet ist.
Neben der wirtschaftlichen Stabilität bleibt die inhaltliche Weiterentwicklung unserer Angebote wichtig. Wir werden zu diesem Zweck die integrierte Versorgung weiter ausbauen. Damit meine ich nicht nur die settingübergreifende Behandlung der Patientinnen und Patienten auf dem Campus Liestal. Integrierte Versorgung bedeutet weit mehr und umfasst auch Schnittstellen zwischen der Psychiatrie und dem Sozial- und Bildungswesen. Denn eine wirksame Behandlung endet nicht an den institutionellen Grenzen der Psychiatrie.
Im Namen des Verwaltungsrats danke ich allen Mitarbeitenden, dem Kader, der Geschäftsleitung und meinen Kolleginnen und Kollegen im Verwaltungsrat für ihr Engagement und ihren Einsatz im Geschäftsjahr 2025. Gemeinsam führen wir die Psychiatrie Baselland in eine Zukunft, die Stabilität und Innovation vereint – im Dienst einer modernen, integrierten psychiatrischen Versorgung für die Bevölkerung unseres Kantons.