So engagiert sich die PBL für
Qualität und Zufriedenheit
Um Behandlungsqualität und Patientenzufriedenheit kontinuierlich zu steigern, setzt die PBL auf systematische Audits, nationale Messungen und ein modernisiertes Innovationsmanagement. Die PBL hat ihre Rolle als lernende Institution 2025 weiter gestärkt.
Ziel des Qualitätsmanagements ist es, die Leistungen und Angebote der PBL noch stärker an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten auszurichten, Betriebsabläufe zu verbessern und die Zufriedenheit aller Personen zu stärken, die mit der PBL zu tun haben. Diese zeigt damit, dass sie eine lernende Organisation ist, die Transparenz, Qualität und kontinuierliche Verbesserung fest in ihrem Handeln verankert.
Interne Audits
In mehreren internen Audits hat die PBL ausgewählte qualitäts- und sicherheitsrelevante Bereiche systematisch überprüft und daraus Verbesserungsbedarf abgeleitet. Die PBL setzte dabei verschiedene Audits mit unterschiedlichen Schwerpunkten um:
- Ein Audit des Eintrittsprozesses für neue Mitarbeitende. Ziel: Engpässe identifizieren, Schnittstellenprobleme sichtbar machen und potenzielle Risiken erkennen.
- Drei Audits der Praxisapotheken an verschiedenen Standorten der PBL; dabei wurden interne Vorgaben überprüft sowie, ob die gesetzlichen und fachlichen Anforderungen erfüllt werden.
- Ein Audit der zentralen Apotheke mit Fokus auf Prozessen, Verantwortlichkeiten und bestehende Qualitätssicherungs-Mechanismen.
- Ein Audit des Angebotes „Betreutes Wohnen" im Unternehmensbereich inclusioplus; hier wurden die Leistungen anhand ausgewählter Qualitätskriterien der Sozialdirektorenkonferenz Ostschweiz (SODK-Ost) überprüft.
Die Audits lieferten konkrete Erkenntnisse zu Stärken, Schwachstellen und Risiken in den geprüften Bereichen. Die daraus abgeleiteten Massnahmen werden umgesetzt und fliessen in die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse ein.
Externe Audits
Zentrale klinische und organisatorische Prozesse sowie ein Fachgremium der PBL wurden im Berichtsjahr durch mehrere Audits von externen, unabhängigen Institutionen überprüft. In einem weiteren Audit hat die PBL den Eintrittsprozess für Patientinnen und Patienten beurteilt. Die Ergebnisse lieferten wertvolle Hinweise, um die Prozesssicherheit, die Koordination zwischen den beteiligten Bereichen und die Qualität der Patientenaufnahme zu optimieren.
Beim Medikamentenprozess hat die PBL die wesentlichen Schritte von der Verordnung über die Bereitstellung bis zur Abgabe und Verabreichung der Arzneimittel auditiert. Der Fokus lag auf der Patientensicherheit, auf der Sicherheit und Nachvollziehbarkeit des Abgabeprozesses und darauf, ob die regulatorischen Anforderungen erfüllt sowie Kontroll- und Sicherungsmechanismen wirksam genug sind.
Der Kanton Basel-Landschaft überprüfte das CIRS (Critical Incident Reporting) gemäss den gesetzlichen Vorgaben des Qualitätsvertrags. Dieser ist im Krankenversicherungsgesetz festgelegt. Dabei ging es um die organisatorische Verankerung des CIRS in der PBL, um die Prozesse sowie die Nutzung dieses Qualitätsinstrumentes im klinischen Alltag.
In diesem Berichtsjahr wurde die Unternehmenseinheit inclusioplus durch ein externes Audit SODK Ost+ rezertifiziert. Der Prüfexperte stellte keine Abweichungen von den Vorgaben fest. Besonders hervorgehoben wurden die kompetenten Auskünfte der Mitarbeitenden zu ihren jeweiligen Aufgabengebieten sowie die strukturierte Organisation der Institution und das im Alltag gelebte Managementsystem. Positiv erwähnt wurden zudem die laufende Weiterentwicklung des Angebots, unter anderem der Fortschritt beim geplanten Neubau sowie der erfolgreiche Start des neuen Angebots „BUK – Beratung und Unterstützung in Krisen“. Der Auditor attestierte der Institution ein hohes Qualitätsniveau und eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung.
Zufriedenheitsmessungen
Alle zwei Jahre misst die PBL die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten sowie der Eltern der erkrankten Kinder der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP). Grundlage ist ein Fragebogen des Nationalen Vereins für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ).
Die aktuelle Befragung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde 2025 durchgeführt. Dank der im Vorfeld ergriffenen Massnahmen konnte der Rücklauf im Vergleich zu 2023 deutlich verbessert werden. Die Auswertung der Ergebnisse wird voraussichtlich im September 2026 durch die ANQ publiziert.
In der Erwachsenenpsychiatrie hat sich die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten 2025 weiter positiv entwickelt, wie die Zufriedenheitsmessung durch das unabhängige Unternehmen MECON zeigt. Die Bewertungen zu den zentralen Fragen: „Wie beurteilen Sie die Klinik zusammenfassend?" und „Haben Sie sich in der Klinik jederzeit gut aufgehoben gefühlt?" konnten nochmals verbessert werden.
Erfreulicherweise konnte die PBL auch die Beurteilungen in den anderen Bereichen auf dem bereits hohen Niveau des Vorjahres halten. Zusätzlich zeigen die Ergebnisse eine weiterhin hohe Bewertung in den Bereichen Sauberkeit und Wohnlichkeit, die gegenüber dem Vorjahr nochmals höher liegen.
Behandlungsqualität
Die PBL überprüft die Behandlungsqualität unter anderem anhand standardisierter nationaler Messinstrumente. Diese ermöglichen eine objektive Einschätzung der Behandlungsergebnisse aus Sicht der PBL-Fachpersonen und aus der Perspektive der Patientinnen und Patienten. Die erhobenen Daten sind eine gute Grundlage für Qualitätsentwicklung und Benchmarking.
Die Fachpersonen schätzten die Behandlungsqualität in der Alterspsychiatrie insgesamt als gut ein. Es ergaben sich keine signifikanten Abweichungen. Das weist auf eine stabile und qualitativ solide Behandlungsleistung hin. Die Ergebnisse der Selbsteinschätzung durch die Patientinnen und Patienten lagen leicht über dem schweizerischen Durchschnitt. Gleichzeitig konnte im Vergleich zur Erhebung 2023 eine zunehmende Rücklaufquote bei den Fragebogen verzeichnet werden, was die Aussagekraft der Ergebnisse stärkt.
Auch bei der Einschätzung der Behandlungsqualität durch die Therapierenden in der KJP lagen die Resultate leicht über dem schweizerischen Durchschnitt. Die Ergebnisse der Selbsteinschätzung der Patientinnen und Patienten zeigten sich knapp unter dem schweizerischen Mittelwert, jedoch ohne signifikante Abweichungen.
Insgesamt bestätigen die Erhebungen eine stabile Behandlungsqualität in den verschiedenen Versorgungsbereichen der PBL. Die Resultate werden systematisch analysiert und sind eine Grundlage für die Weiterentwicklung der therapeutischen Angebote und Behandlungsprozesse.
Feedbackmanagement
Feedback von Patientinnen und Patienten, Angehörigen, Zuweisenden, Mitarbeitenden und anderen Anspruchsgruppen wird in der PBL in einem zentralen Feedbackmanagement systematisch bearbeitet und ausgewertet. Das Feedbackmanagement ist ein wichtiges Instrument, um Wahrnehmungen aus dem Alltag der PBL sichtbar zu machen, Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren und Massnahmen umzusetzen.
Im Berichtsjahr sind 39 Feedbacks eingegangen. Diese wurden geprüft, mit den zuständigen Bereichen bearbeitet und, wenn möglich, umgesetzt. Die Feedbacks lieferten wertvolle Hinweise zu Prozessabläufen, Kommunikation und Servicequalität und flossen sowohl in operative Verbesserungen als auch in übergeordnete Qualitätsaktivitäten ein.
Neues Verbesserungs- und Innovationsmanagement
Die PBL hat 2025 das bestehende Vorschlagswesen, über welches Mitarbeitende Ideen und Verbesserungsvorschläge einreichen können, umfassend überprüft und analysiert. Damit hat sie die Wirksamkeit des Systems evaluiert sowie dessen Beitrag zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des Unternehmens bewertet. Dabei wurde festgestellt, was sich bewährt und was verbessert werden muss.
Auf dieser Grundlage erarbeitet die PBL 2026 ein Konzept für den Aufbau eines übergeordneten, strategisch ausgerichteten Innovationsmanagements. Damit will sie Innovation und Ideen der Belegschaft fördern, die Beteiligung der Mitarbeitenden weiter stärken und die Innovationsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig erhöhen.
Das neue Innovationsmanagement löst das alte System ab und wird als erweitertes Instrument auch die strukturierte Entwicklung, Bewertung und Umsetzung innovativer Ideen ermöglichen. Damit schafft die PBL die Voraussetzungen, um Zukunftsthemen frühzeitig zu erkennen, Innovationspotenziale zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
Massnahmen zur Qualitätsverbesserung
Im Berichtsjahr hat die PBL aufgrund des gesetzlichen Qualitätsvertrages drei bereits bestehende Qualitätsverbesserungs-Massnahmen ausgewählt, überprüft und weiterentwickelt. Das heisst, sie wurden thematisch anhand der Vorgaben des Qualitätsvertrages analysiert, inhaltlich geschärft und durch konkrete Optimierungen ergänzt. Zur Patientensicherheit hat die PBL folgende drei Qualitätsverbesserungs-Massnahmen gewählt: Die Prävention akuter Verwirrtheit, die systematische Suizidprävention und die freiheitsbeschränkenden Massnahmen.
Mit der systematischen Überprüfung und Weiterentwicklung dieser drei Massnahmen hat die PBL eine wichtige Grundlage geschaffen, um die Versorgungsqualität nachhaltig zu stärken und die Auflagen durch den Qualitätsvertrag in der Praxis zu verankern.